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Dr. Inka Sauter (Frankfurt/Main): „[V]erschüttet, verdeckt“. Margarete Susman und das Religiöse (Gastvortrag)

28.01.2027 | 16:15

Die Philosophin, Essayistin und Dichterin Margarete Susman, geboren 1872 in Hamburg, verstorben 1966 in Zürich, dachte zeitlebens über die Herausforderungen nach, denen die Religion im Allgemeinen und das Judentum im Besonderen in der Moderne ausgesetzt waren.

Ab 1907 schrieb sie für die Frankfurter Zeitung, in der Weimarer Republik brachte sie sich zunehmend in die deutsch-jüdische Öffentlichkeit ein, und auch noch nachdem sie in die Schweiz ins Exil gegangen war, publizierte sie bis weit in die 1930er Jahre hinein etwa in _Der Morgen_. Nach der Shoah waren ihre Schriften untrennbar mit der Erinnerung an die zerstörte deutsch-jüdische Welt verbunden, der sie selbst angehört hatte. Aus den Zeiten heraus, die sie durchlebte, kreiste Susmans Denkbewegung um das Religiöse. Für sie war Religion in ihrer Gegenwart „verschüttet“ und „verdeckt“; die Frage, ob Sprache sie noch erreichen könne, leitete ihre Reflexion, ohne beantwortet zu werden. In ihrer Wahrnehmung der 1925 begonnenen Bibelübersetzung von Martin Buber und Franz Rosenzweig verdichtet sich diese Suchbewegung. In Briefen und Texten befragte Susman den Status der Bibel in ihrer Zeit wie die fremdgewordene, aber doch eigene Welt und stieß in neuer Intensität auf das Problem der religiösen Sprache.

Zeit & Ort

28.01.2027 | 16:15

FU Berlin, Fabeckstr. 23-25 (Holzlaube), Raum 0.2051

Weitere Informationen

Ohne eine Anmeldung bei Doris Maja Krüger (mkrueger@europa-uni.de) ist eine Teilnahme am Kolloquium nicht möglich.