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Dr. Friederike Heimann (HAMBURG) Schlussworte. Abkehr und Verwerfung als Figurationen des Widerstands in Gertrud Kolmars Gedichtzyklus „Welten“ von 1937 (Gastvortrag)

16.04.2026 | 18:15 - 19:45
Friederike Heimann

Friederike Heimann

Die Lebens- und Schreibbiographie der Dichterin Gertrud Kolmar (1894–1943) war schicksalhaft geprägt von der prekären Beziehung zwischen dem Deutschen und dem Jüdischen. Bereits in den Gedichten, die sie vor 1933 verfasst hatte, lassen sich gebrochene deutsch-jüdische Diskurse immer wieder unterschwellig nachvollziehen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten war Kolmars Poetik dann zunehmend von einer Abkehr von allem Deutschen gezeichnet – bis hin zu dessen Verwerfung vor allem im Gedichtzyklus „Welten“ (1937). Der Vortrag fragt nach der transtextuellen Verwobenheit innerhalb einzelner Gedichte, untersucht diese in ihrem Verhältnis zum zeitgenössischen Kontext und analysiert die erkennbaren Veränderungen aufgrund der historischen Zäsur im nationalsozialistischen Deutschland. Dabei geht es auch um die Frage, inwiefern sich darin Figurationen des Widerstands abbilden.

Zeit & Ort

16.04.2026 | 18:15 - 19:45

FU Berlin,
Fabeckstr. 23-25 (Holzlaube),
Raum HS -1.2009
14195 Berlin

Weitere Informationen

Doris Maja Krüger
Wissenschaftliche Koordinatorin
mkrueger@europa-uni.de