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CfP: Online Quellenportal „Geschichte der deutsch jüdischen Diaspora”

Das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch jüdische Studien sucht Autorinnen und
Autoren für ein digitales Quellenportal.

News vom 06.01.2024

Es ist den Lebenswelten deutschsprachiger Jüdinnen und Juden gewidmet, die ab den 1820er Jahren aus ihren Herkunftsländern emigrierten oder flohen und sich in verschiedenen (Transit)Ländern von A wie Argentinien bis Z wie Zypern
eine neue Existenz aufbauten aufbauten. Neben individuellen Migrationsgeschichten und der Frage, wohin sie, wann und in welcher Zahl den deutschsprachigen Raum v.a. nach 1933 verließen, geraten Gruppenbildungsprozesse, Mehrfachzugehörigkeiten und transnationale Netzwerke über 1945 hinaus in den Blick.

Das Quellenportal ist Teil eines hybriden Publikationsprojekts des Leo Baeck Instituts ( LBI), hier insbesondere der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft de s LBI ( WAG). Sein Ziel ist es, erstmals eine Gesamtgeschichte der deutsch jüdischen Diaspora vorzulegen . Neben dem Portal ist dazu ein Sammelband geplant, der an die renommierte Reihe Deutsch-jüdische Geschichte in der Neuzeit (C. H. Beck München) anknüpft. Das Portal bietet in Verbindung mit dem Überblickscharakter des Buches die Möglichkeit, biografische Fallstudien und weniger bekannte Ereignisse und Orte eingehender vorzustellen. In der Print publikation sollen Verlinkungen den Portal Beiträgen zugeordnet werden.


Das hybride Publikationsprojekt widmet sich Akteur:innen, die einem deutschen Sprach- und Kulturkreis zuzurechnen sind und ist nicht auf deutsche Jüdinnen und Juden beschränkt. Es richtet sich an Studierende, Forschende und Lehrende, aber auch an Schüler:innen und interessierte Laien. Die Website ist mehrsprachig angelegt und soll auf Deutsch und Englisch, zukünftig möglichst auch auf Spanisch, ausgespielt werden.

Für das Projekt sind wir aktuell auf der Suche nach Textbeiträgen zu
i) Quellen
ii) historischen Akteurinnen und Akteuren


Als Quellen kommen historische Text-, Bild-, Ton- oder audiovisuelle Dokumente in Frage. Dreidimensionale Objekte sind ausdrücklich erwünscht. Die Quellen werden durch eine Quellenbeschreibung (ca. 150-200 Wörter) und eine Quelleninterpretation (ca. 1.500 Wörter) textlich aufbereitet. Die einzelne Quelle soll in ihrem Entstehungs- und Gebrauchskontext verortet werden, wobei offene Fragen und alternative Interpretationsmöglichkeiten von den Autorinnen und Autoren zu berücksichtigen sind.
Daneben sollen historische Akteur:innen porträtiert werden, die den deutschsprachigen Raum verließen. Der deutsch-jüdischen Diaspora soll so gewissermaßen ein Gesicht gegeben und einer Entpersönlichung der Migrationsthematik entgegengetreten werden. Die Beiträge zu Personen, deren Lebenswege durch Fotos und Ego-Dokumente möglichst anschaulich zu erzählen sind, sollen ca. 1.500-2.500 Wörter umfassen.

Die einzelnen Quellen und historischen Akteur::innen sollten auf allgemeine Fragestellungen und zentrale Aspekte der deutsch-jüdischen Diaspora abheben und Sachinformationen mit einer analytischen Deutung verbinden.
Mögliche Themenfelder und weitere Details entnehmen Sie bitte der beiliegenden Ausschreibung.

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