Ausstellung 'Erika Mann. Kabarettistin - Kriegsreporterin - Politische Rednerin'

Plakat zur Ausstellung

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Senior Research Fellow Prof. Dr. Irmela von der Lühe kuratiert Ausstellung 'Erika Mann. Kabarettistin - Kriegsreporterin - Politische Rednerin' im Hildebrandhaus in München vom 11.10.2019 - 30.06.2020

News vom 27.11.2019

Sie stammte aus berühmtem Hause, war an den Umgang mit Berühmtheiten früh gewöhnt und verkörperte eine Generation „neuer Frauen“ in der Weimarer Republik. Thomas Manns älteste Tochter Erika Mann (1905–1969) wurde Schauspielerin, Kabarettistin, Kinderbuchautorin, Kriegsreporterin und politische Rednerin. Mit den Mitteln des Kabaretts und der politischen Reportage engagierte sie sich seit 1932 leidenschaftlich gegen Hitler und den Nationalsozialismus, vertrat im amerikanischen Exil nicht selten kontroverse Positionen, gehörte freilich niemals einer politischen Partei an. Politik erschien ihr als eine Angelegenheit des gesunden Menschenverstands, der Kampf gegen Nationalismus als ein Gebot des menschlichen Anstands.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht; Wer immer lügt, dem wird man glauben   – heißt es in einem Song der „Pfeffermühle“ aus dem Jahre 1934; ein mit dem Bruder Klaus Mann entwickeltes Filmdrehbuch über die „Vereinigten Staaten von Europa“ endet mit dem Bekenntnis: Our true nationality is mankind.

Seit Oktober 2019 (und noch bis Ende Juni 2020) zeigt die Monacensia in München die Ausstellung: Erika Mann. Kabarettistin – Kriegsreporterin – Politische Rednerin.

Anhand von Bildern, Texten, Dokumenten und O-Tönen wird die Lebensleistung Erika Manns hier erstmals umfassend und nicht zuletzt in ihren aktuellen Bezügen gewürdigt.

Irmela von der Lühe, Senior Advisor am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, hat die Ausstellung kuratiert.

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