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Gastvortrag: Literarische Räume der Begegnung? Juedisches Schreiben in Wien und Berlin vor 1938. Judith Müller (Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel / Ben Gurion Universität des Negev)

05.02.2019 | 16:15 - 17:45

FORSCHUNGSCOLLOQUIUM von Prof. Dr. Kerstin Schoor

Die deutsch jüdische Literatur ist mittlerweile gut erforscht, auch oder gerade ihre zahlreichen „Grenzüberschreitungen“, das heißt, die Entstehung und das Erblühen deutschsprachiger jüdischer Literatur in mitteleuropäischen Städten wie Czernowitz. In diesem Zusammenhang wurde und wird die Frage nach der Deterritorialisierung jüdischen Schreibens immer wieder aufgeworfen. Diese Problematik trifft nicht nur auf kleine Literaturen zu, sondern umso mehr auf kleine Literaturen, die in „kleinen Sprachen“ verfasst werden. Es ist daher das Anliegen dieses Beitrags, das Aufeinandertreffen der deutschjüdischen mit der jeweils jiddischen und hebräischen Literatur in den beiden mitteleuropäischen Metropolen Wien und Berlin näher zu beleuchten. Zentral ist hierbei nicht nur die Frage nach der Sprachwahl, die der Autor traf – falls die Wahl bestand, sondern auch jene nach der Begegnung im kulturellen Raum: Kam diese überhaupt zustande und wenn ja, wo und von wem initiiert?

Zeit & Ort

05.02.2019 | 16:15 - 17:45

Europa-Universität Viadrina, Axel Springer-Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration
Logenstraße 9-10, 15230 Frankfurt (Oder)
Stephan-Saal und Postgebäude Raum 265