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Prof. Dr. Daniel Hoffmann (Düsseldorf): „Wer rettet die Kinder?“ – Else Lasker-Schülers „Arthur Aronymos und seine Väter“ zwischen Pogrom und Prozession (Gastvortrag)

17.12.2026 | 16:15

Else Lasker-Schülers Schauspiel „Arthur Aronymus und seine Väter“ von 1932 spielt im westfälischen Geseke, wo um 1840 die jüdische Familie Schüler von pogromartigen Ausschreitungen der Dorfbewohner bedroht wird.

Es sind vor allem die 23 Kinder, die unterschiedlichen Gefahren ausgesetzt sind. Auf die Tochter Dora richtet sich die Pogromhetze, Arthur Aronymus umwirbt der Kaplan des Dorfes für das Christentum, die ältere Tochter Fanny hingegen ist in verblendeter Liebe zum Kaplan entbrannt. Während die Antisemiten ihr Unwesen treiben, spielt Else Lasker-Schüler mit den 23 Kindern der Schülers ein vertracktes Versteckspiel, indem sie sie einerseits als Schicksalsgemeinschaft präsentiert, andererseits ihr vollzähliges Auftreten durch eine Strategie des Versteckens hintertreibt. Sie schickt sie auf einen Prozessionszug durch die einzelnen Szenen, durch den sie sich vor dem ungezügelten Pogrom retten. Beim abschließenden Pessachmahl „überspringt“ Arthur Aronymus alle Gefahren und Versuchungen und führt die Familie sowie die Dorfgemeinschaft zum gerechten Frieden zurück.

Zeit & Ort

17.12.2026 | 16:15

FU Berlin, Fabeckstr. 23-25 (Holzlaube), Raum 0.2051

Weitere Informationen

Ohne eine Anmeldung bei Doris Maja Krüger (mkrueger@europa-uni.de) ist eine Teilnahme am Kolloquium nicht möglich.