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Virtuelle Gedenkveranstaltung aus Anlass des 82. Jahrestages der "Polenaktion"

28.10.2020 | 18:00

Am 28. Oktober 1938 wurden mindestens 17.000 Menschen in Deutschland aus ihren Betten und Wohnungen gerissen und unter Polizeibewachung gewaltsam in Sonderzügen der Deutschen Bahn an die polnische Grenze transportiert: Weil sie Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit waren. Die meisten von ihnen lebten seit Jahrzehnten in Deutschland oder waren im Land geboren. Aus Berlin allein wurden etwa 1.500 Menschen deportiert.

Dieses Jahr jährt sich die Ausweisungsaktion zum 82. Mal. Vor zwei Jahren haben wir in Berlin erstmals in einer größeren Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Ausgewiesen! Berlin, 28. Oktober 1938“ an diese Verfolgungsmaßnahme erinnert. Mit knapp 100 Gästen sind wir am Tag zuvor gemeinsam nach Zbąszyń gereist, wo die Fundacja TRES eine Gedenkveranstaltung organisiert hatte. 2019 wurde die Ausstellung im Jüdischen Historischen Institut in Warschau gezeigt.

In diesem Jahr organisieren wir zum ersten Mal eine virtuelle Gedenkveranstaltung. Bei dieser Gedenkveranstaltung sprechen Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, Landes, der beteiligten Organisationen, aus der deutschen Zivilgesellschaft und zu unserer großen Freude Überlebende und Angehörige derjenigen, die im Oktober 1938 aus Deutschland ausgewiesen wurden.

Mit der virtuellen Gedenkveranstaltung wollen wir in diesem besonderen Jahr ein Zeichen setzen und an die Opfer der Ausweisungsaktion erinnern. Um an der Veranstaltung teilzunehmen, bitten wir bis zum 26. Oktober 2020 um Anmeldung per E-Mail an Christine Meibeck (cmeibeck@gmx.de). Am 27. Oktober werden dann die Daten für die virtuelle Veranstaltung an alle angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer versendet.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr, der Konferenzraum ist ab 17.45 Uhr geöffnet. Die Dauer der Veranstaltung wird etwa 90 Minuten betragen. Die Veranstaltungssprache ist Englisch.

Programm

Begrüßung

Grußworte

  • 1. Botschafterin Michaela Küchler, Sonderbeauftragte für Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen im Auswärtigen Amt
  • 2. Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Land Berlin

Beteiligte Institutionen

  • 1. Prof. Dr. Gertrud Pickhan, Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin
  • 2. Dr. Christoph Kreutzmüller, Aktives Museum e.V., Berlin
  • 3. Wojciech Olejniczak, Fundacja TRES, Poznań/Zbąszyń
  • 4. Dr. Anja Siegemund, Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
  • 5. Prof. Dr. Paweł Śpiewak, Żydowski Instytut Historyczny, Warszawa

Zivilgesellschaftliche Erinnerung

  • 1. Hausgemeinschaft Münchener Straße 48
  • 2. Lara Büchler – Stolpersteine für die Familie Merory vor der Yorckstraße 74
  • 3. Christine Meibeck – Die zweite „Polenaktion“ und das KZ Sachsenhausen

Familien erinnern Individuelle Beiträge von sieben Familien, deren Angehörige im Oktober 1938 aus Berlin ausgewiesen wurden

Abschluss

Moderation: Dr. Alina Bothe

Organisation: Aktives Museum e.V. Berlin, Osteuropa-Institut Freie Universität Berlin

Zeit & Ort

28.10.2020 | 18:00

Online-Veranstaltung
Den Zugang erhalten Sie nach Anmeldung bei: Christine Meibeck: cmeibeck@gmx.de