Podiumsdiskussion: Walter Benjamin. Material und Begriff

24.04.2019 | 18:30

Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung

Die Rezeption von  Walter Benjamins  Arbeiten ist von einer Paradoxie durchzogen: Obwohl Konsens darüber besteht, dass er seine Begriffe in ›enger Fühlung‹ mit dem jeweiligen Material entwickelt, werden seine Schriften häufig ohne ein eigenständiges Studium seiner Quellen gelesen, losgelöst vom jeweiligen Problem- und Debattenzusammenhang. Das verstärkt den Eindruck einer Esoterik seiner Texte und kann zu der Annahme verleiten, Benjamin entnehme Motive willkürlich aus seinem Material- und Quellenstudium und nutze sie als  Vehikel eines an sich schwer in eine Tradition einzuordnenden Denkens.

Anlässlich des kürzlich erschienenen Bandes Material und Begriff. Arbeitsverfahren und theoretische Beziehungen Walter Benjamins sprechen Autoren und Herausgeber über Benjamins Material, sei es Literatur, Theater, Metaphysik, Rechts- und Moralphilosophie, Zeitschriftenprojekte, soziale Bewegungen oder Stadtarchitektur.  

Es diskutieren:

Caroline Adler (Institut für Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin)
Nicos Tzanakis Papadakis (Institut für Philosophie, Freie Universität Berlin)
Enrico Rosso (Ludwig Rosenberg Kolleg, Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam)
Frank Voigt (Ludwig Rosenberg Kolleg, Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam)

Moderation: Daniel Weidner (ZfL/HU Berlin)

 

Zeit & Ort

24.04.2019 | 18:30

Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et.