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Ausschreibung: Rosl und Paul Arnsberg Preis und Arno Lustiger Förderpreis 2019

PREISE DER STIFTUNG POLYTECHNISCHE GESELLSCHAFT ZUR ERFORSCHUNG JÜDISCHEN LEBENS IN FRANKFURT AM MAIN

Bewerbungsschluss: 25. April 2019

News vom 14.02.2019

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft widmet sich in ihrer gemeinnützigen Tätigkeit auch der Pflege des kulturellen Erbes der Stadt Frankfurt am Main. Sie setzt sich dabei für das Wachhalten des Geschichtsbewusstseins ein. Die jüdischen Bürger Frankfurts haben traditionell eine herausragende Rolle bei der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung in der Stadt gespielt. Sie haben in hohem Maße die mäzenatische Tradition Frankfurts geprägt. Aus der Mitte der Bürgerschaft heraus haben sie zahlreiche wegweisende Einrichtungen auf den Weg gebracht, die der Stadt Frankfurt in ihrer Gesamtheit von hohem Nutzen waren und den Fortschritt der Stadtgesellschaft gefördert haben. Das Bewusstsein dafür zu schärfen und die Kenntnis darüber zu mehren ist der Zweck des Rosl und Paul Arnsberg-Preises sowie des Arno Lustiger-Förderpreises der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Rosl und Paul Arnsberg stehen als jüdische Bürger Frankfurts für ein Lebenswerk im Dienste der Aufarbeitung und Bewusstmachung des historischen Erbes der jüdischen Bürger Frankfurts. Unermüdlich hat Paul Arnsberg (1899 – 1978) in der Nachkriegszeit historische Forschungen über die Rolle der Juden in Frankfurt und Hessen angestellt und dazu Standardwerke von hohem wissenschaftlichem Rang verfasst. Seine Frau Rosl Arnsberg (1908 – 2010) hat ihn dabei nachhaltig unterstützt. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Rosl Arnsberg am 2. Juni 2008 stiftete die Stiftung Polytechnische Gesellschaft den Rosl und Paul Arnsberg-Preis.

 Arno Lustiger-Förderpreis im Rahmen des Rosl und Paul Arnsberg-Preises

Der Historiker und Publizist Prof. Dr. Arno Lustiger hat ebenfalls maßgeblich zur Erforschung jüdischen Lebens, insbesondere des jüdischen Widerstands, beigetragen. Seiner Initiative war die Stiftung des Rosl und Paul Arnsberg-Preises mit zu verdanken, er übernahm auch den Ehrenvorsitz der ersten Preisvergaben. Sein besonderes Augenmerk galt dabei den Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern. Im Andenken an Prof. Dr. Arno Lustiger (1924 – 2012) ergänzt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft daher seit 2016 den Rosl und Paul Arnsberg-Preis um den Arno Lustiger-Förderpreis. Dieser wird im Unterschied zum Rosl und Paul Arnsberg-Preis für eine Dissertation bzw. ein Dissertationsvorhaben vergeben. Beide Preise werden alle drei Jahre in einem gemeinsamen Verfahren ausgeschrieben. Für die Bewerbung gelten dieselben Fristen, die Beschlussfassung über die Preisträger findet in einer gemeinsamen Jurysitzung statt, und auch die Preisvergabe erfolgt in einer gemeinsamen Veranstaltung.

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